Reflektorische Atemtherapie

 

Die reflektorische Atem-Therapie ist sowohl beim Hund als auch beim Pferd eine gute und nebenwirkungsfreie physiotherapeutische Therapiemöglichkeit bei Atemwegserkrankungen.

Da Atemwegserkrankungen schnell chronisch werden können, sollte man Husten und Nasenausfluss beim Tier immer ernst nehmen und, bei resistierenden Symptomen, tierärztlich abklären lassen.

Gerade Pferde haben als Lauftiere eine sehr leistungsfähige, aber auch empfindliche Lunge und sind daher besonders anfällig.

Lungenerkrankte Tiere atmen meist sehr flach. Dadurch kommt es zu einer schlechten Durchlüftung der Lunge und Sauerstoffversorgung des Körpers.

Durch meine langjährige Arbeit als Physiotherapeutin mit atemwegserkrankten Patienten habe ich viel Erfahrung in der Anwendung der manuellen Techniken der Atem-Therapie, die sich sehr gut auf das atemwegserkrankte Tier übertragen lassen.
Durch verschiedene manuelle Techniken werden hierbei Reize auf die Haut, das Bindegewebe und die Faszien gesetzt, um dadurch eine reflektorisch bedingte Vertiefung der Ein- und Ausatmung zu erreichen. Das Ziel ist die Verbesserung der Sauerstoffaufnahme, die Sekretlösung und der verbesserte Sekrettransport.

Einige Atemwegserkrankungen sind nicht heilbar (z.B. COPD), die Symptome können aber meist gelindert und die Lebensqualität des Tieres kann deutlich verbessert werden. Häufig fangen die Tiere schon während der Therapie an, ruhiger und tiefer zu atmen und abzuhusten.